Nähen für Große

6 Stilloberteile ohne Frumpy-Faktor

Frumpy-Faktor? Ihr wisst schon, die unsäglichen Umstandsoberteile mit Stillfunktion, die in den paar Läden hängen, die auf unseren Einkaufsstraßen überhaupt „Stillmode“ verkaufen. In denen man immer noch schwanger aussieht, mit nicht besonders kleidsamen Prints und langweiligen Schnitten?

Mir zumindest ging es schon beim ersten Baby so, dass ich zu Alternativen griff: normale Tshirts mit V-Ausschnitt, die nach kürzester Zeit total ausgeleiert waren. Oder auch die Tshirt-mit-Top-drunter-Variante, bei der ich erst einmal mit den verschiedenen Lagen kämpfen musste, bis die Brust zum schreienden Baby durchdringen konnte. Alles nicht so prickelnd.

Deshalb beschloss ich dieses Mal, es doch noch einmal mit Stillmode zu probieren. Allerdings mit selbst genähter. Am besten mit Oberteilen, die eigentlich keine Stilloberteile sind, oder zumindest nicht so aussehen. Ganz schön lange schon durchstöbere ich die Schnittmusterwelt der Indie-Designer da draußen, und habe für euch eine Liste mit meinen Lieblingsfunden zusammengestellt:

Stilloberteile selbst nähen

1. Das Anneli Double Front Top von Named ist vorne doppellagig und damit super zum stillen geeignet. Klappe auf – Klappe zu, sozusagen, wirklich easy. Das Shirt hängt mittlerweile in einem leichten, tomatenroten Jersey in meinem Kleiderschrank. Eine grau-melierte Variante aus Leinenjersey ist bereits in Planung…

2. Das Shirt Mama Claire von Made for Mermaids ist, finde ich, ein super Klassiker für jeden Tag. Stillfreundlicher geht es kaum: Durch den Wickelschnitt kann man es vorne einfach runterziehen. Ich hab es schon in mehreren Farben genäht, einmal mit Dreiviertel- und einmal mit Kurzarm.

3. Das Nursing Tee 3132 von Jalie ist tatsächlich ein ganz klassisches Stilloberteil. Aber es ist wirklich praktisch, super leicht zu nähen und sieht dann doch ganz schön aus, versprochen! Die doppelte Lage zieht man hoch und voilà, es kann losgestillt werden. Dabei bleibt der obere Teil des Busens auch noch bedeckt. Bei mir liegt es bereits in weiß, rosa und grau gestreift vor.

4. Die Tunika Cheyenne von Hey June Handmade ist gerade überall hoch im Kurs und mit der Knopfleiste auch fürs Stillen super geeignet. Ich bin ja eigentlich nicht so der Blusenfan, aber vielleicht versuch ich’s doch mal damit. Die Länge lässt sich variieren, somit könnte man Oberteile aber auch Kleider aus dem Schnittmuster nähen.

5. Ebenso die Helmi Tunika von Named, die auch mit einer längeren Version daherkommt…

6. Und, last but not least, die wunderhübsche Bluse mit dem Schößchen. Im Bild die Bluse Aime comme Miroir von Aime comme Marie, der die Instagrammerin @23ruederoses einfach ein Schößchen angeschneidert hat. Das Tutorial dazu findet ihr hier. Eine Kleidversion gibt es auch! Ich würde das gerne ausprobieren mit der Camas Bluse von Thread Theory, müsste doch eigentlich auch gehen…

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